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Alles über den Baumschnitt

Auf dieser Seite erfahren Sie alles Wichtige rund um den Baumschnitt in der Baumpflege.
Wir erklären, wann ein Baum geschnitten werden sollte, aus welchen Gründen ein fachgerechter Baumschnitt notwendig ist und welche Schnittmaßnahmen es gibt.

Außerdem zeigen wir Ihnen, welche besonderen Schnittformen wie z. B. der Kopfbaumschnitt zu beachten sind und geben Ihnen eine realistische Einschätzung zu den Kosten eines Baumschnitts. So erhalten Sie einen klaren Überblick über Baumschnitt und Baumpflege und wissen, worauf es bei einer professionellen Durchführung wirklich ankommt.

Ein Eichhörnchen das aus einem Eichhörnchenkobel schaut
Sommerzeit ist Baumpflegezeit!

Der optimale Zeitpunkt um einen Baum schneiden zu lassen

Die Entscheidung, wann ein Baum geschnitten werden sollte, hängt von der Zielsetzung und der Baumbiologie ab.

Beim klassischen Rückschnitt geht es oft darum, Jungbäume klein zu halten, größere Bäume in bestimmte Richtungen zu reduzieren oder die Krone aus Sicherheitsgründen zurückzuschneiden, zum Beispiel zur Verringerung der Windlast.

Die beste Zeit dafür ist meist der Sommer, da der Baum im Vergleich zum Winterschnitt nicht so stark austreibt. Obstbäume hingegen sollten durch Verjüngungsschnitte eher im Frühjahr (Februar bis März) geschnitten werden, um einen stärkeren Austrieb und eine höhere Fruchtmasse zu fördern.

Baumbiologisch gesehen ist der Schnitt vom Frühjahr bis Spätsommer von Vorteil, da der Baum „im Saft steht“ und Schnittwunden besser abschotten und überwallen kann.

Im Winter ist ein Schnitt problematischer, da Frost das lebendige Kambium am Wundrand schädigen kann. Dadurch vergrößert sich die Wunde, die Überwallung dauert länger und das Risiko von Einfaulungen steigt.

Deshalb führen wir Rückschnitte bevorzugt im Sommer durch. Der Artenschutz spielt dabei eine Rolle, ist jedoch kein Ausschlusskriterium, sondern erfordert eine sorgfältige Kontrolle auf Nistplätze und Bruthöhlen.

Rückschnitt sinvoll?

Wann muss ein Baum zurück geschnitten werden?

Der Baumrückschnitt erfolgt aus mehreren Gründen. Häufig müssen Strukturen wie Fassaden oder Straßenlampen freigeschnitten werden oder es müssen Teile der Krone entlastet werden, um die Baumstabilität zu sichern und die Windlast zu verringern. Das ist besonders bei geschwächten oder beschädigten Bäumen der Fall.

Dazu gehört auch der Lichtraumprofilschnitt, bei dem sichergestellt wird, dass Durchgänge für Fußgänger, Fahrräder, Autos und LKWs in den vorgeschriebenen Höhen frei bleiben und Äste aus diesem Bereich entfernt werden.

Baumrückschnitte erfolgen außerdem, um Bäume dauerhaft klein zu halten, meist durch regelmäßige Schnitte in jungen Jahren oder im Rahmen von Kopfbaumschnitten (z. B. bei Weiden).

Besonders wichtig ist, dass Baumschnitt und Baumpflege regelmäßig erfolgen, damit der Baum früh die richtigen Wachstumsimpulse bekommt. So können große Eingriffe vermieden und der Pflegeaufwand langfristig gering gehalten werden.

Oft sehen wir das Problem, dass Bäume über Jahre wachsen und erst dann eingegriffen wird, wenn sie zu groß oder zu nah an Gebäuden stehen. Dann sind zwar Maßnahmen möglich, jedoch müssen deutlich größere Schnitte gesetzt werden.

Wichtig zu wissen: Einen großen Baum kann man nicht einfach klein schneiden. Das führt häufig zu Kappungen, die den Habitus zerstören, Stressreaktionen auslösen und langfristig zu mehr Pflegeaufwand und höheren Kosten führen. Zudem nimmt sich ein großer Baum seinen Raum immer wieder zurück.

Solange keine konkreten Gründe wie Verkehrssicherung oder Freischnitt vorliegen, ist eine Einkürzung großer Bäume daher meist keine sinnvolle Lösung.

Ein Eichhörnchen das aus einem Eichhörnchenkobel schaut
Baumpfleger in einer Eichenkrone
Spezielle Arten des Baumschnitts

Nachbehandlung von Kappungsschnitten

Oft sieht man im Straßenbild zu stark geschnittene Bäume, bei denen versucht wurde, den Baum deutlich zu verkleinern.

Der Baum reagiert darauf in der Regel immer gleich: Es entstehen Stresstriebe (Wassertriebe) an den Schnittstellen, um eine neue Krone aufzubauen und wieder ausreichend Photosynthese betreiben zu können.

Das große Problem dabei ist, dass durch die schwachen Triebe und die Faulstellen an den Schnittwunden die Gefahr von Astbrüchen deutlich erhöht ist.

Diese Bäume haben dadurch einen hohen Pflegeaufwand und müssen regelmäßig kontrolliert und behandelt werden, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Achten Sie deshalb immer darauf, mit Fachbetrieben für Baumpflege zu arbeiten. Eine Kappung ist – außer als Alternative zur Fällung – keine fachgerechte Maßnahme.

Wenn sie erfahren wollen Wie ein Rückschnitt fachgerecht durchgeführt werden sollte haben wir hier noch einen Artikel für Sie der die fachgerechte Kroneneinkürzung erklärt.

Kopfbaumschnitt

Der Kopfbaumschnitt ist die einzige Form der Kappung, die bewusst erzogen wird und dem Baum keinen größeren Schaden zufügt.

Hierbei wird der Baum bereits in jungen Jahren regelmäßig auf den Hauptstamm zurückgeschnitten. Das führt dazu, dass keine großen Schnittstellen entstehen, sondern jährlich nur der Neuaustrieb entfernt wird.

Wichtig ist jedoch: Ein Kopfbaumschnitt kann nicht nachträglich erzwungen werden, ohne die Baumgesundheit langfristig zu schädigen.Das starke Zurückschneiden eines älteren Baumes kommt einer klassischen Kappung gleich und führt häufig zum frühzeitigen Absterben und letztlich zur Fällung des Baumes.

Deshalb gilt: Wenn Sie sich für einen Kopfbaumschnitt entscheiden, beginnen Sie frühzeitig.

Zwei Baumpfleger in einer Baumkrone
Baumschnitt kosten

Wie viel kostet ein Baumschnitt?

Der Preis für einen Baumschnitt ist sehr unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren ab. Jeder Baum ist individuell – daher lässt sich der Aufwand nicht pauschal festlegen.

Die Kosten richten sich vor allem nach:

  • Größe des Baumes
  • Umfang der Schnittmaßnahme (Teilschnitt bis komplette Einkürzung)
  • Zugang zum Baum (Boden, Leiter oder Seilklettertechnik)
  • Komplexität des Baumes
  • Schutz von Gebäuden, Wegen oder anderen Strukturen unter dem Baum

Grundsätzlich kann man sagen:
Ein Baum, der aufgrund seiner Größe geklettert werden muss und nicht vom Boden oder mit der Leiter bearbeitet werden kann, liegt in der Regel bei ca. 500 bis 1500 €.

Der genaue Preis hängt dabei immer von der Maßnahme, der Baumgröße, dem Arbeitsaufwand und der Komplexität ab.

Für eine konkrete Einschätzung ist daher immer eine Besichtigung vor Ort sinnvoll.

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